Der EHC Lustenau musste sich im zweiten Halbfinale mit 2:4 gegen den EC Bregenzerwald geschlagen geben, schafften aber trotzdem den Einzug ins österreichische AHL Finale.

In der 38. Minute gab es aber eine Schrecksekunde, Daniel Stefan blieb nach einem Zweikampf, minutenlang, regungslos am Boden liegen und wurde noch am Eis erstversorgt.

Der Lustenauer Verteidiger musste sofort ins Spital nach Hohenems gebracht werden und wurde dort Stationär aufgenommen.

Nach zwei Tagen konnte Daniel Stefan das Spital wieder selbstständig verlassen. 

Leider gab es eine Hiobsbotschaft, Saison beendet, Wirbelbruch!

Man erkannte schon im ersten Halbfinale gegen den Bregenzerwald, dass die Wälder spielerische Schwächen durch sehr hartes und provozierendes Auftreten kompensieren wollten.

Immer wieder suchten sie die Härte und grenzwertiges Körperspiel mit den Top Spielern des EHC Lustenau.

In der 38 Minute im zweiten Spiel fand das Gräuel seinen Höhepunkt. 

Eine 1 gegen 1 Situation zwischen Verteidiger Daniel Stefan und Stürmer ab der Mittellinie. Die Beiden fuhren nebeneinander her (Verteidiger rückwärts, Stürmer nach vorne), der Verteidiger begleitete den Stürmer an der Bande entlang und wie beide auf die Torlinie kamen gab es einen  frontalen Aufprall an der Bande.

Doch der Stürme presste unglücklich, sein volles Gewicht auf den bereits benommenen Daniel Stefan, der aber noch in einer gebückten Stellung war, zu Boden und verpasste im aufstehen den bereits flach am bodenliegenden Verteidiger einen Kopf/Nacken Check mit beiden Händen und Schläger.

6 Spiele in 11 Tagen zeigen natürlich auch Spuren an den Spielern. Es sind zu 75% der Spieler Halbprofis und gehen einer geregelten Arbeit nach. Terminkalender die nahezu nicht zu bewältigen sind und dann kommen noch die großen Niveau unterschiede der Spieler hinzu.

Mangelnde spielerische Qualität wird einfach durch übertriebene Härte kompensiert, wie es in der 38. Minute im Spiel EHC Lustenau gegen EC Bregenzerwald sichtbar wurde. Es hätte auch fast funktioniert, die Wälder haben aus einem 2:1 Rückstand plötzlich eine 2:4 Führung gemacht.

Am Ende hatte die harte Gangart auch nicht geholfen und der EHC schaffte den Einzug ins Finale. Der Schaden der aber hier angerichtet wurde ist ein gewaltiger!

Nicht nur für Daniel Stefan bedeutet diese Aktion ein vorzeitiges Ende der Saison, auch der Top Legionär des EHC Chris D’Alvise musste das Spiel vorzeitig verlassen und fällt für längere Zeit aus.

Wir konnten Daniel Stefan erst am nächsten Tag erreichen und wollten wissen wie es ihm nach der ersten nacht im Spital geht.

„Ich stehe schon wieder auf meinen Beinen und hatte eine sehr schmerzvolle Nacht. Ich kann mich an nichts mehr erinnern, der Aufprall war einfach zu wuchtig. Ich hoffe wir haben jetzt noch den Power am Samstag und am Sonntag gegen Salzburg zu gewinnen. Für mich ist die Saison leider zu Ende aber ich denke schon an den nächsten September!“

Gilt als harter aber äusserst fairer Spieler, wird von vielen "SIR" am Eis genannt und muss die Saison frühzeitig beenden. #32 Daniel Stefan
Gilt als harter aber äusserst fairer Spieler, wird von vielen „SIR“ am Eis genannt und muss die Saison frühzeitig beenden. #32 Daniel Stefan